Wertpapierdepots im Vergleich

Wenn Sie als privater Anleger Aktien, Fonds, Anleihen und Ähnliches aktiv kaufen wollen, benötigen Sie hierfür bei einem Broker oder Ihrer Hausbank ein entsprechendes Wertpapierdepot. Bevor die zu berücksichtigen Unterschiede bei der Wahl des passenden Wertpapierdepots näher durchleuchtet werden, soll eine kurze Abhandlung über die Kultur von Wertpapieren und ihre Bedeutung für die Altersvorsorge und den langfristigen Vermögensaufbau eine kurze Einführung in das Thema geben.

Wertpapiere – und hier vor allem Aktien – spielen für Personen, die für ihr Alter privat vorsorgen oder ihr Vermögen langfristig mehren möchten, eine sehr wichtige Rolle. Gerade die private Altersvorsorge stellt in Zeiten eines offensichtlich maroden Rentensystems in Deutschland ein Thema dar, dessen Bedeutung vor allem von den jüngeren Generationen nach wie vor völlig unterschätzt wird. Um im Alter nicht Gefahr zu laufen Einbußen in der Lebensqualität hinnehmen zu müssen, sollten entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Die beste und aussichtsreichste Möglichkeit besteht in einem aktiven Vermögensmanagement, sofern entsprechendes Fachwissen vorhanden ist. Ähnlich sieht es mit dem langfristigen Vermögensaufbau aus. Wer seinen Kapitalstock unter den Gesichtspunkten von Nachhaltigkeit und Konsequenz verwaltet und diesem einen Teil der monatlichen Einnahmen zuführt, wird über die Jahre ein entsprechendes Vermögen realisieren können. Die Realität sieht jedoch anders aus: Deutschland weist unter der Bevölkerung eine Aktionärsquote von gerade einmal 6 % auf. Im Unterschied zu anderen Industrienationen ist das ein absolut niedriger Wert. Die Amerikaner weisen bspw. eine Aktionärsquote von mehr als 25 % auf. Obwohl die Aktienkultur in Deutschland sehr schwach ausgeprägt ist, ist das Angebot an Wertpapierdepots vergleichsweise hoch.

Bei der Wahl des richtigen Wertpapierdepots sollten Sie sich zunächst darüber im Klaren sein, welche Ansprüche Sie an den Broker bzw. die Bank in puncto Service und Kosten richten. Wenn Sie Wertpapiere eigenverantwortlich ohne Beratungsgespräch kaufen und verkaufen möchten und einzig auf eine attraktive Gebührenstruktur Wert legen, erweisen sich häufig die so genannten Discount-Broker als die erste Wahl. Wenn Sie hingegen im Vorfeld eines Investments das Gespräch mit ihrem persönlichen Bankberater führen möchten, werden Sie nicht darum herumkommen ihr Depot bei einer klassischen Filialbank zu eröffnen. In Hinsicht auf die Ausgestaltung der Gebührenstruktur kommt es auf Ihren genauen Status an: Wenn Sie als Trader bzw. Anleger mit lediglich kurzfristigem Anlagehorizont stark frequentiert Kauf- und Verkaufsorders aufgeben möchten, sollten Sie Ihr Augenmerk vor allem auf die Höhe der Transaktionsgebühren legen. Diese setzen sich meist aus verschiedenen Komponenten wie bspw. Provision, Courtage und Börsenentgelte zusammen. Je nach Anbieter liegt die Höhe der Gebühr bspw. für einen Trade im Umfang von 2.000 Euro zwischen 5,95 Euro und mehr als 49,95 Euro.
Sehen Sie sich hingegen als Langfristanleger, der nur wenige Trades im Jahr tätigt, sollten Sie vor allem die Höhe etwaiger Depotführungsgebühren beachten. Die meisten Discount-Broker verzichten entweder grundsätzlich oder ab einem Trade pro Quartal auf die Erhebung einer solchen Gebühr.

Nachdem Sie Ihre Prioritäten festgelegt haben können Sie mit der eigentlichen Recherchearbeit nach dem für Sie persönlich besten Anbieter eines Wertpapierdepots beginnen. Eine gute Möglichkeit bieten hierbei die zahlreichen webbasierten Vergleichsportale wie www.banklupe.de, die Sie als Verbraucher in der Regel kostenlos und darüber hinaus auch völlig unverbindlich nutzen können.

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